Handlungsfeld 2: Austausch, Kooperation & Vernetzung aller Akteure in der Krebsprä­vention stärken

Moderation: Prof. Dr. Thomas Seufferlein, Ulm

Priorisierte Maßnahmen

  • Ausreichende Ressourcen für Vernetzung (kommunal/regional sowie zum Bund), Evaluation und Datenerhebung bereitstellen
  • Die Erfahrungen aus „Gesundheitsregionenplus“ für den bundesweiten Strukturaufbau nutzen; gemeinsame Ziele, KPIs und Verantwortlichkeiten festlegen 

Einordnung und Begründung

Es gibt viele Gremien, Initiativen und Akteure in der Prävention – Vernetzung findet statt, aber häufig nicht oder nicht ausreichend koordiniert. Mit den Landesrahmenvereinbarungen (LVR) besteht bereits eine gesetzliche Grundlage und strukturelle Basis für Vernetzung; in der Umsetzung gibt es jedoch große Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern – teilweise fehlt zum Beispiel eine Steuerung von Land zu Kommune. 

Wichtig wäre eine Verständigung auf gemeinsame Ziele und klare Verantwortlichkeiten, ebenso wie verbindliche Key Performance Indicators (KPIs). Zudem ist eine Harmonisierung auf Bundesebene erforderlich, wie sie auch in den priorisierten Maßnahmen zur politischen Verankerung in Handlungsfeld 1 empfohlen wird. 

Weitere relevante Akteure wie z. B. der Breitensport und Betriebsärzt:innen sollten identifiziert und stärker eingebunden werden. Eine Blaupause bietet das bayerische Modell Gesundheitsregionenplus.

Best-Practice: Gesundheitsregionenplus in Bayern

Das bayerische Modell zeigt, wie die ressortübergreifende Vernetzung von über 100 regionalen Akteuren in der Praxis gelingt. Mehr zum Best Practice-Beispiel Gesundheitsregionenplus.

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