Gelbes Kampagnenmotiv „Lass mal checken“ mit bunten Symbolen für verschiedene Krebsarten und ihre Früherkennung.

„Lass mal checken“ bringt Krebsfrüherkennung in den Betrieb

Viele Menschen wissen nicht, welche Möglichkeiten der Krebsfrüherkennung ihnen zustehen. Die Nationale Krebspräventionswoche 2026 will das ändern – mit Informationen für Beschäftigte und praktischer Unterstützung für Arbeitgeber.

Jedes Jahr erkranken in Deutschland mehr als 500.000 Menschen an Krebs. Viele Tumoren verursachen anfangs keine Beschwerden und bleiben deshalb oft lange unbemerkt. Werden sie früh erkannt, lassen sie sich häufig erfolgreicher und schonender behandeln. Früherkennung kann deshalb helfen, Leben zu retten.

Unter dem Motto „Lass mal checken“ informierten das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ), die Deutsche Krebshilfe und die Deutsche Krebsgesellschaft während der Nationalen Krebspräventionswoche 2026 über die verschiedenen Angebote zur Früherkennung. Die jährlich im September stattfindende Kampagne richtete sich diesmal besonders an Berufstätige. Denn rund ein Drittel aller Krebsneuerkrankungen betrifft Personen im erwerbsfähigen Alter.

Welche Früherkennungsuntersuchungen stehen Versicherten zu?

Wer gesetzlich versichert ist, hat in Deutschland Anspruch auf Früherkennungsuntersuchungen für sechs Krebsarten. Dazu gehören:

  • Brustkrebs
  • Darmkrebs
  • Gebärmutterhalskrebs
  • Hautkrebs
  • Prostatakrebs
  • Lungenkrebs

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten, wenn die jeweiligen Voraussetzungen erfüllt sind. Diese hängen unter anderem von der Krebsart, dem Alter und persönlichen Risikofaktoren ab. Auch die Abstände zwischen den Untersuchungen unterscheiden sich.

Infografik zur Kampagne „Lass mal checken“. Sie gibt einen Überblick über die gesetzlichen Früherkennungsangebote für Brustkrebs, Darmkrebs, Hautkrebs, Gebärmutterhalskrebs, Prostatakrebs und Lungenkrebs. Sie nennt die jeweiligen Altersgrenzen und Untersuchungsabstände (Stand: August 2026).

Warum Früherkennung wichtig ist

Manche Früherkennungsuntersuchungen können Krebs, aber auch Vorstufen entdecken, aus denen später Tumoren entstehen könnten. Wird die Erkrankung rechtzeitig erkannt, sind oft weniger belastende Behandlungen möglich. Werden Vorstufen entfernt oder behandelt, lässt sich Krebs in manchen Fällen sogar verhindern.

Wie wirksam solche Programme sein können, zeigt eine internationale Studie mit Daten aus 21 europäischen Ländern: Seit der Einführung der Mammographie-Screenings haben sich die Überlebenschancen von Frauen mit Brustkrebs deutlich verbessert.

Nicht alle nutzen das Angebot

Trotz dieser Chancen werden die Angebote längst nicht von allen Berechtigten wahrgenommen. Am Mammografie-Screening nimmt etwa jede zweite Frau teil, die Anspruch darauf hat.* Auch bei der Darmkrebs-Früherkennung liegt die Teilnahmequote insgesamt unter 50 Prozent.** 

Dafür gibt es unterschiedliche Gründe:

  • Informationen fehlen oder sind schwer zu verstehen
  • Angst vor einem auffälligen Untersuchungsergebnis
  • Lange Wartezeiten für Termine bei Fachärzt:innen

Hinzu kommt: Nicht jede Untersuchung ist für alle gleichermaßen sinnvoll. Früherkennung kann auch Nachteile haben. Deshalb ist es wichtig, gut informiert entscheiden zu können.

Krebsfrüherkennung am Arbeitsplatz

Die Kampagne „Lass mal checken“ bringt das Thema dorthin, wo viele Menschen einen großen Teil ihres Tages verbringen: an den Arbeitsplatz.

Unternehmen, Behörden und andere Einrichtungen können ihre Mitarbeitenden über die Möglichkeiten der Krebsfrüherkennung informieren. Dafür stehen kostenlose Materialien bereit. Diese können beispielsweise bei Gesundheitstagen oder anderen Aktionen eingesetzt und in bestehende Gesundheitsangebote eingebunden werden. Sie sind ganzjährig verfügbar.

Alle Materialien gibt es auf www.krebspraeventionswoche.de.
Hier finden sich Informationen zu den einzelnen Früherkennungsuntersuchungen.

 

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